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Die Welt, in der wir leben, begann in seinem Kopf. Ohne ihn gäbe es heute keine einzige CD, keine Mobiltelefone oder Geldautomaten. Die Top Ten der Charts sähen anders aus, und natürlich gäbe es auf der ganzen Welt keinen einzigen modernen Computer. Denn Claude Elwood Shannon hat das Bit entdeckt und damit die digitale Revolution, das Internet, das Informationszeitalter und den ganzen Rest. 1948 war das, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, vor mehr als einem halben Jahrhundert. Damals änderte Shannon mit einem einzigen wissenschaftlichen Beitrag die Zukunft, im Alter von 32 Jahren. Alles ist Information Akrobat im Kopf und auf dem Einrad
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Zu Hause baute er gern bizarre Maschinen. So entwickelte er den "Throbac", ein Gerät, das mit römischen Ziffern rechnete. Und "Theseus", eine große mechanische Maus, die sich in einem Irrgarten zurechtfand. Seine bekannteste und skurrilste Erfindung jedoch ist die "Ultimative Maschine", ein Kasten mit einem großen Schalter an der Seite. Wenn dieser Schalter betätigt wurde, öffnete sich der Deckel des Kastens, und es erschien eine mechanische Hand, die den Schalter wieder umlegte und verschwand. Der Deckel schloss sich, und der Kasten präsentierte sich dem Betrachter wie zuvor. Simpel, genial, und ein großer Spaß. "Ich habe mich immer für Sachen begeistert, die sich interessant oder skurril bewegen", sagte Claude Shannon später. Schon als Junge hatte er Modellflugzeuge gebastelt und mit Schaltkreisen für Radiogeräte experimentiert. Daher war es nur logisch, dass er sich 1932 an der University of Michigan für Elektrotechnik einschrieb.
Relais können nur "ja" oder "nein" sagen Schaltkreise treffen Entscheidungen |
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Dann kam der Krieg. Gerade Doktor geworden, wurde Shannon für Militärprojekte eingesetzt. Er arbeitete an der Steuerung von Flak-Geschützen und an Geheimcodes. Und er forschte weiter: Wenn nur Nullen und Einsen übertragen werden, dachte er, dann kann bei dieser Kommunikation nichts mehr schief gehen. Eigentlich dürften überhaupt keine Übertragungsfehler mehr auftauchen. Eine Eins ist eine Eins, eine Null eine Null - anders als "ein bisschen mehr, ein bisschen weniger" immer eindeutig zu unterscheiden. Wer eine Eins losschickt, erhält am Ende eine Eins. Das war damals eine Sensation - eine, die wir immer noch verstehen können: Noch heute wird Radio meist über Wellen übertragen und nicht digital, auch unser Telefonnetz ist noch nicht lange digitalisiert. "Digital" klingt nach "Qualität", ohne Rauschen und Kratzer. Perfekte Datenübertragung also.
Ein Zimmer voller Auszeichnungen Andere schlachten seine Arbeit aus Vielleicht sollten wir das nächste Mal an ihn denken, wenn wir uns wieder über eine lahme Internetverbindung ärgern. Ohne Claude Shannon würden wir noch auf den Bäumen des Informationszeitalters leben. Danke für das Bit! M. Mitchell Waldrop/Sven Stillich |
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