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Bildquelle dpa
Ehrenbürger von Hünfeld: Konrad
Zuse
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ZitatEine Besessenheit braucht man schon.
Z3 mit Boulscher Logik
1941 baute Zuse den ersten funktionierenden Digitalrechner. Der Z3 - Zuse benannte die Rechner fortlaufend - war schließlich der erste funktionsfähige, programmierbare Rechner mit so genannten binären Gleitkommazahlen und Boulescher Logik. Was sich so kompliziert anhört, ist noch heute die grundlegende Technik in jedem Prozessor. Mit seinem "Plankalkül" entwarf er zudem die erste universelle Programmiersprache der Welt.
Eigene Firma und Durchbruch 1941
Zwei Jahre später baute Zuse den Z2, eine verbesserte Version der ersten Maschine mit Telefonrelais. Im gleichen Jahr gründete er seine eigene Firma "Zuse Apparatebau", um programmierbare Rechner herzustellen. Den ersten Z3, der heute als Prototyp eines programmgesteuerten Rechners gilt, stelle er 1941 fertig. Kontakt mit Rechnerspezialisten in Großbritannien und den USA, die an ähnlichen Maschinen wie er bauten, hatte Zuse nicht.
Siemens übernimmt
15 Jahre später arbeiteten 1200 Leute bei Zuse und stellten den ersten Serienrechner der Welt her: den Z 22. "250 Stück gab es davon im Wert von 102 Millionen Mark", sagt sein Sohn. 1957 verlegte Zuse den Firmensitz nach Bad Hersfeld. Sieben Jahre später stieg er als aktiver Teilhaber aus der Firma aus. Die Firma geriet in finanzielle Schwierigkeiten und wurde später von Siemens übernommen.
Ehrenbürger von Hünfeld
Das wissenschaftliche Erbe verwaltet die Konrad-Zuse-Gesellschaft. Auch Hünfeld schmückt sich mit seinem Ehrenbürger: Dort sind nicht nur eine Schule und eine Straße nach dem Erfinder benannt. Auch sein Denkmal steht im Park, und ein neues Hotel trägt seinen Namen. Dort hängen einige seiner Gemälde, denn Zuse malte leidenschaftlich gern. "Kuno See" hieß das Pseudonym, unter dem Zuse abstrakte Bilder und Porträts berühmter Zeitgenossen schuf.
