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Geschichte des Internets - Teil zwei
Am Anfang war der Computerabsturz
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Düsseldorf (rpo). "Könnt ihr das ´L´ sehen?" - "Ja,
wir sehen das ´L´!" - "Könnt ihr das ´O´ sehen?" -
"Ja, können wir!" - "Und jetzt ein ´G´?" -
"Nein, unser Computer ist abgestürzt!" So unspektakulär
begann das Internet mit einem ersten LOG-In-Versuch.
Nachdem der 80.000 Dollar teure Honeywell-Rechner DDP-516 an der University of California in Los Angeles installiert war, versuchen der Informatikprofessor Leonard Kleinrock und einige seiner Studenten im Oktober 1969 einen ersten Verbindungsversuch mit dem Rechner des Stanford Research Institute. Dass die erste Kontaktaufnahme bereits nach drei Buchstaben in einem Computercrash endet, liegt an einem kleinen Fehler am Rechner in Stanford. Dieser ist jedoch schnell behoben und noch am gleichen Tag steht eine stabile Computer-Verbindung zwischen Los Angeles und dem 520 Kilometer entfernt liegenden Stanford. Bis Anfang Dezember des Jahres 1969 sind auch die Universitäten von Santa Barbara und Utah an das Netz angeschlossen. Zu der Zeit, in der das damals noch ARPAnet genannte Netzwerk aufgebaut wird, landet die NASA ihren ersten Astronauten auf dem Mond. Weil dieses Ereignis viele Spezialisten bindet und vor allem Millionen von Menschen weltweit in seinen Bann zieht, bekommt die Öffentlichkeit von der Entstehung des Internets nur wenig mit. Bis zum Jahr 1971 wächst die Zahl der angeschlossenen Host-Rechner nur langsam auf 23. Von den tatsächlich vorhandenen Kapazitäten werden - verglichen mit heute traumhafte Zustände - nur ganze zwei Prozent genutzt. Wandel zum Kommunikationsmedium
Neben dem ARPAnet entstehen mehrere ähnlich arbeitende Netzwerke, zum Beispiel auf Hawaii und in Frankreich. Da diese jedoch mit unterschiedlichen Standards betrieben werden, kann zwischen diesen Netzen kein Datenaustausch stattfinden.
Damit war das Internet nicht nur begrifflich sondern auch tatsächlich geboren: das Netz der Netze. Im nächsten Teil am 18. Mai geht es darum, wie Ray Tomlinson die "Killer Application" des Internets schlechthin erfindet, die E-Mail. |
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